Evangelisches Kinderheim Sonnenhof -  Hilfen zur Erziehung

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Sonnenhof e.V.
Kinder- und Jugendhilfe
Gegründet 1906
Berlin - Spandau

Leitgedanken

„Wir versetzen keine Berge, wir ebnen gemeinsam Wege“
(Wunder nicht ausgeschlossen)

Unserer christlich humanistischen Tradition folgend, fühlen wir uns besonders der integrativen Arbeit
verpflichtet und bemühen uns in der Weiterentwicklung unserer Lebensgemeinschaften und ambulanten
Leistungen um die Überwindung von Ausgrenzung und eine Haltung des Respekts auch gegenüber
dem, was zunächst fremd erscheint – wir bemühen uns, dazu beizutragen, dass das Leben, das gestört,
behindert oder auf Abwegen war, wieder lebbar wird.

Grundlage unserer Hilfsangebote ist es, am einzelnen Kind, Jugendlichen, seiner Familie, ihren
Ressourcen und ihrem Entwicklungstempo orientierte Hilfen anzubieten und in einem gemeinsamen
Verstehensprozess kreativ weiterzuentwickeln. Wir haben daher Betreuungsformen entwickelt, die vom
Heim als zweitem Zuhause über familienorientierte und familienergänzende Lebensgemeinschaften
bis zum Sprungbrett in die Selbständigkeit reichen und um ambulante Angebote ergänzt werden.

Wir bemühen uns, die vorhandenen Bindungen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen
zu halten und zu festigen. Schwerpunkt unserer Arbeit sind daher die Familien, die wir in unsere Arbeit
mit einbeziehen – auch dann, wenn es sich in Fällen familiärer Brüche oder Katastrophen um „innere
Eltern“ als psychische Repräsentanten oder um Ersatzpersonen handelt. Im Prozess der Familien-
beratung und Familienarbeit bemühen wir uns darum, zur familiären Beziehungsklärung, Fähigkeits-
entwicklung, Erziehungsverantwortung und wenn möglich, Rückführung beizutragen.
Unserem Selbstverständnis entspricht der Auftrag des KJHG § 1, Abs.1, nach dem jeder junge Mensch
ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und
gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit hat.
Wir bemühen uns, jungen Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte gesellschaftliche
Teilhabe, gemeinsam mit nichtbehinderten Menschen, zu ermöglichen und sie ganzheitlich zu fördern
(AG KJHG § 3 Abs. 4, §53.3 SGB XII).

Für Menschen mit FASD bieten wir seit dem 15.03.07 eine Wohngemeinschaft an, in der sie dauerhaft einen Lebensort finden können.

Wir gewährleisten daher:

  • – Schutz und Halt im pädagogischen Alltag
  • – Sorgfältige Erarbeitung des Hilfe- /Förderbedarfs im Aushandlungsprozess mit allen Beteiligten
    Darauf abgestimmtes pädagogisches, betreuerisches und therapeutisches Handeln
  • – Kontinuierliche Reflexion des pädagogischen Handelns
  • – Erarbeitung zukunftsbezogener, an Verselbständigung und Normalisierungsprinzip orientierten –
    Lebensperspektiven – wenn möglich – jenseits stationärer Kinder- und Jugendhilfe-
    maßnahmen/Behinderteneinrichtungen

Dabei kooperieren wir mit Partnern, die bereit sind, unsere integrative Arbeit zu unterstützen
und gemeinsam mit uns individuelle Wege in der Betreuung zu gehen:

  • – mit den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe
  • – mit Trägern der Eingliederungshilfe
  • – mit den Kliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • – mit therapeutischen Fachkräften und Beratungsstellen
  • – mit Ärzten und Fachärzten-
  • – mit KJPD und SPD
  • – mit allen Schulen in der Umgebung
  • – mit Betreuer/innen nach dem Betreuugsgesetz
  • – mit Vereinen vor Ort
  • – mit den zuständigen Stellen der Polizei und Justiz
  • – mit den Mitarbeitern der Arbeitsämter

Diese Leitgedanken bilden den Rahmen für unsere erzieherische, heilpädagogische, sozialtherapeutische, familientherapeutische und lerntherapeutische Betreuungsarbeit und sind für alle Mitarbeiter/Innen verbindlich.